Rezension: „Nur diese eine Nacht“ – Gayle Forman

Rezension: „Nur diese eine Nacht“ – Gayle Forman

Adam ist mit seiner Band Shooting Star mehr als erfolgreich. Goldene Schallplatten, Platinauszeichnungen, wild gewordene Fans – was will man mehr? Trotzdem fühlt Adam sich ausgebrannt und leer. Er kann seine große Liebe Mia nicht vergessen, obwohl das Ende der Beziehung nun drei Jahre zurückliegt. Als er von einem Konzert erfährt, das Mia, inzwischen gefeierte Cellistin, in New York gibt, merkt er, dass er nur eins will: sie endlich wiedersehen. Kann es noch eine gemeinsame Zukunft für die beiden geben?

Das Buch ist die Fortsetzung zu „Wenn ich bleibe“, welches mir sehr gut gefallen hatte. In dem Vorgänger ging es um einen tragischen Autounfall, bei dem Mias Eltern und Bruder sterben, während Mia zunächst im Koma liegt, dann aber wieder gesund wird. Seitdem das alles passiert ist, ist nun einige Zeit vergangen und Mia und Adam sind kein Paar mehr.
Beide sind, was die Musik angeht, überaus erfolgreich geworden: Mia ist nun eine sehr gefragte Cellistin und Adam ist ein richtiger Rockstar geworden, der nirgendwo hingehen kann, ohne erkannt zu werden.

Auffällig ist, dass „Nur diese eine Nacht“ nun aus der Sicht von Adam erzählt wird, während „Wenn ich bleibe“ aus Mias Perspektive geschildert wurde. Zunächst war ich ein bisschen enttäuscht darüber, aber ich hab mich dann doch recht schnell an den Schreibstil gewöhnt und Gefallen daran gefunden.

In die Charaktere konnte ich mich wieder sehr gut hineinversetzen, sie wurden sehr authentisch und plastisch beschrieben. Auch die Handlung, in welche immer wieder Rückblenden eingefügt wurden, war abwechslungsreich und meiner Meinung nach nicht vorhersehbar.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und es ist auf jeden Fall eine würdige Fortsetzung zu „Wenn ich bleibe“. Ich vergebe 4 von 5 Punkten

Hier gehts zur Verlagshomepage von Blanvalet und hier zu meiner Rezension zu „Wenn ich bleibe“.



Gemeinsam lesen #24

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam, immer abwechselnd bei Weltenwanderer oder Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 
Ich lese gerade „Nur diese eine Nacht“ von Gayle Forman und bin auf S.100 von 271.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Schon mal diesen Witz von dem Hund gehört, der sein Leben lang den Autos hinterherrennt, bis er schließlich eins fängt und dann nicht weiß, was er damit anfangen soll?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Dieses Buch ist ja die Fortsetzung von dem Buch „Wenn ich bleibe“, welches auch verfilmt worden ist. Den ersten Band hatte ich zu Weihnachten bekommen und auch dann direkt gelesen, somit war meine Erinnerung daran noch einigermaßen frisch. 

Ich mag das Buch bisher sehr gerne! Der erste Teil war allein von der Handlung her (Autounfall + Mädchen liegt im Koma) viel trauriger und dramatischer, als es hier beim zweiten Teil der Fall ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit Adam und Mia weitergeht. :)


4. Dass wir alle begeisterte Bücherwürmer sind und lesen, was wir so in die Finger bekommen, wissen wir ja... ;) Aber gibt es auch (bestimmte, gewisse) Bücher, die wir niemals lesen würden? Wenn ja, welche sind das und warum?
Ja, die gibt es tatsächlich. Ich würde zum Beispiel niemals die Bis(s)-Bücher lesen. Die interessieren mich einfach überhaupt nicht und der Hype darum vor ein paar Jahren hat mich richtig genervt. 

Was Genres angeht... Ich mag (in den meisten Fällen) kein Fantasy, aber da kann ich nicht sagen, dass ich es niemals lesen würde, denn es gibt da durchaus ein paar Ausnahmen.
Allerdings würde ich keine Bücher des Genres Science-Fiction lesen, weil mich das einfach mal gar nicht anspricht. Auch Mangas sind überhaupt nicht mein Ding.

Rezension: „After Passion“ – Anna Todd

Rezension: „After Passion“ – Anna Todd

Tessa Young führt ein recht unspektakuläres Leben: sie liest und lernt viel und gerne und verbringt Zeit mit ihrem Freund Noah. Als sie ihr Studium an der Washington State University beginnt, trifft sie auf den tätowierten und gepiercten Hardin Scott. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Und trotzdem zieht er Tessa magisch an. Das Good Girl trifft auf den Bad Boy.

Ich muss sagen, dass ich zu Beginn ziemlich skeptisch war, was dieses Buch betrifft. Ich weiß, dass sich hier die Meinungen extrem spalten und das hat mich einfach neugierig gemacht. Ich hab versucht, unvoreingenommen an das Buch heranzugehen, was nicht gerade einfach war, da ich schon so viel über das Buch gehört (bzw. eher gelesen) hatte.

Nun aber zu meiner Meinung. Obwohl das Buch 700 Seiten umfasst, ist die Story recht einfach. Tessa und Hardin nähern sich einander an. Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein: Tessa ist die Unschuld in Person; außerdem ist sie zwar klug, aber auch sehr naiv. Hardin jedoch ist unberechenbar und hat eine ziemlich raue Art. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist enorm. Während der Geschichte gibt es ein ständiges Hin und Her mit viel Streit. Es gab also inhaltlich einige Wiederholungen und bei manchen Passagen kann man auch einfach nur den Kopf schütteln.

Dennoch kann ich nicht leugnen, dass das Buch sehr unterhaltsam ist. Ich hatte viel Spaß beim lesen. Außerdem hat mir der Schreibstil und der Aufbau äußerst gut gefallen: Die Kapitel sind sehr kurz und der Schreibstil ist sehr flüssig und durch die vielen Dialoge auch sehr abwechslungsreich. Man kann das Buch in kurzer Zeit durchlesen, da es einfach etwas an sich hat, was einen extrem fesselt.

Insgesamt bin ich wirklich positiv überrascht und vor allem das Ende macht Lust auf mehr. Ich freue mich schon auf die weiteren Bände. Band 2 „After Truth“ ist bereits erschienen.

Ich vergebe 4 von 5 Punkten.


Rezension: „Drei nach Norden“ – Florian Beckerhoff

Rezension: „Drei nach Norden“ – Florian Beckerhoff

Mitten in der Nacht fassen Greta, Cassady und der „Halbe Belgier“ den Entschluss, nach Schweden zu reisen. Der Grund ist eine geheimnisvolle Kiste, die an die zwei Menschen adressiert ist, bei denen die Schwedin Greta die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat. Was ganz harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem rasanten Roadtrip: Plötzlich geht es um die Sicherheit des schwedischen Königs, Elvis Presley schwingt die Hüfte, und ein einbeiniger Rennfahrer sorgt für Aufregung. Und dazu fließt viel Bier im nordischen Sommer.

Ich begeistere mich ja sehr für Schweden und lerne sogar aktiv schwedisch – daher hat mich das Buch sofort angesprochen und ich habe mich sehr darauf gefreut. Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen.

Zu den Charakteren konnte ich während des gesamten Romans keinen richtigen Zugang finden. Die Bezeichnungen „Die Madame“ für Greta und „Der Schnurrbärtige“ für Cassady – der richtige Name des Halben Belgiers wurde gar nicht erst genannt, glaube ich – haben das nicht besser gemacht. Ich konnte mit diesen Ausdrücken nicht viel anfangen und stolperte beim Lesen immer darüber.

Die Handlung an sich ist auch etwas anders, als ich erwartet hatte. Meiner Meinung nach war der Alkohol- und Zigarettenkonsum ein wenig zu viel des Guten. Und auch der Sex kam nicht zu kurz. Darüber hinaus gibt es immer mal wieder ziemliche Sprünge: Von oberflächlich bis zu ernst und tiefsinnig. Diese Wechsel waren für mich nicht immer ganz nachvollziehbar und so fiel es mir schwer, der Handlung zu folgen. Ich ertappte mich immer mal wieder dabei, wie meine Gedanken abschweiften…

Meinem Humor hat das Buch leider nicht entsprochen, so leid es mir tut. Aber jeder hat nun mal einen anderen Humor. Ich will also auf gar keinen Fall sagen, dass das Buch schlecht ist, nein. Es hat nur einfach nicht meinen Geschmack getroffen. 

Ich vergebe 2 von 5 Punkten.