Der Buchhändler und Witwer A.J. Fikry sieht eines Morgens ein kleines Mädchen bei sich in der Buchhandlung sitzen. Gegen seinen Willen nimmt er sich der zweijährigen Maya an, welche sein Leben kurzerhand auf den Kopf stellt. Und auch die Verlagsvertreterin Amelia wird er nicht so schnell vergessen können…
Zunächst
einmal: Ich finde den Titel und das Cover absolut gelungen! Das ist auf jeden
Fall ein Buch, das mich optisch total anspricht und welches ich mir in einer
Buchhandlung genauer ansehen würde. Aber hält das Buch, was es verspricht?
Meiner
Meinung nach ja! Der Schreibstil ist zwar gewöhnungsbedürftig, da er eher
nüchtern ist, aber irgendwie passt das gut zu der Hauptperson A.J. Fikry. Auch an
diesen muss man sich erst einmal gewöhnen, aber mit der Zeit habe ich ihn ins
Herz geschlossen. Obwohl er eigentlich ein absoluter Einzelgänger ist, seit
seine Frau Nic gestorben ist, kümmert er sich liebevoll um das kleine Mädchen,
was einen großen Wendepunkt in seinem Leben darstellt. Ich finde, er durchläuft
eine große Entwicklung während des gesamten Buches.
Außerdem
findet man in der Handlung die verschiedensten Gefühle: es gibt sowohl
glückliche als auch traurige Momente. Vor allem das Ende hat mich sehr berührt.
Insgesamt ist das Buch sehr warmherzig. Was ich auch toll finde, ist, dass
Bücher und bedeutende Schriftsteller einen großen Platz in dem Buch einnehmen.
Die Bücher, die immer wieder genannt werden und zu denen A.J. sich Gedanken
macht, findet man außerdem vorne auf dem Cover wieder. Solche Details gefallen
mir einfach richtig gut.
Natürlich
ist es schön, dass Maya zu einer vernünftigen jungen Frau heranwächst und dass
der Griesgram A.J., der vorher an der Grenze zum Alkoholismus stand, sich zu
einem guten Menschen entwickelt. Aber ist das auch realistisch? Da kann man,
denke ich, drüber streiten. Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen.



