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Rezension: „Die Geigenspielerin“ – Laurel Corona

Rezension: „Die Geigenspielerin“ – Laurel Corona

Venedig um 1700: Maddalena wächst als Waise im Pietà-Kloster auf. Als sie ihr Talent für das Violinspiel entdeckt, öffnet sich ihr eine ganz neue Welt. Eines Tages wird der Komponist Antonio Vivaldi an die Pietà berufen. Er ist fasziniert vom Talent der jungen Geigerin - und von ihrer Schönheit, die ihn zu seinem Meisterwerk Die vier Jahreszeiten inspirieren wird.

Doch es geht nicht nur um Maddalena, sondern auch um ihre 3 Jahre jüngere Schwester Chiaretta, die für ihr Leben gern singt. Wir begleiten die Schwestern über viele Jahre hinweg, zunächst wie sie in dem Waisenhaus aufwachsen und musizieren aber auch später, als die beiden bereits erwachsen sind. Man lernt beide Mädchen und ihre unterschiedlichen Charaktere sehr gut kennen. Während Maddalena eher in sich gekehrt und zurückhaltend ist, träumt Chiaretta von einer Karriere als Opernsängerin.

Interessant sind auch die Einblicke in das Leben Vivaldis, welcher zwar nur eine Nebenfigur darstellt, aber immer wieder auftaucht.
Außerdem find ich gut, dass nicht die Musik allein im Vordergrund steht – wie ich zunächst beim Lesen des Titels befürchtete – sondern auch die Aspekte einer venezianischen Ehe, das Leben in einem klösterlichen Waisenhaus und noch vieles mehr behandelt werden.

Insgesamt kann man sich das ganze Setting sehr gut vorstellen. Man taucht richtig in die Zeit um 1700 und das Leben in Venedig ein und lernt viel über die damalige Zeit. Dies ist ein durchaus gelungener historischer Roman, der mir wieder mehr Lust auf dieses Genre bereitet hat.

Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

Gemeinsam lesen #16

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam, immer abwechselnd bei Weltenwanderer oder Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade „Die Geigenspielerin“ von Laurel Corona und bin auf S.144.
 
2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Maddalena überstand das Konzert des Dogen, indem sie die Augen schloss, damit ihr Vivaldis Abwesenheit weniger auffiel.
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
So ein Buch ist eigentlich sehr untypisch für mich, ich lese äußerst selten historische Romane. Jetzt hatte ich nach langer Zeit aber mal wieder Lust dazu und habe mich für diesen hier entschieden. Bisher finde ich es gar nicht so schlecht.
 
Der Klappentext lautet:  
Venedig um 1700: Maddalena wächst als Waise im Pietà-Kloster auf. Als sie ihr Talent für das Violinspiel entdeckt, öffnet sich ihr eine ganz neue Welt. Eines Tages wird der Komponist Antonio Vivaldi an die Pietà berufen. Er ist fasziniert vom Talent der jungen Geigerin - und von ihrer Schönheit, die ihn zu seinem Meisterwerk Die vier Jahreszeiten inspirieren wird.
 
4. Mit wem (ausser im Netz) tauscht ihr euch noch über eure Leseleidenschaft aus? Habt ihr gleichgesinnte Feunde im Familien- oder Bekanntenkreis?
Ja, meine Mama. :) Sie ist eine genauso große Leseratte wie ich. Oft kaufen wir uns Bücher auch zusammen, also teilen uns den Preis, das ist ganz praktisch. Wir lesen z.B. beide sehr gerne Krimis und Thriller, das ist eigentlich die größte Überschneidung unserer Lieblingsgenres. Romane lesen wir ebenfalls beide gerne, aber während ich ab und zu auch mal Jugendbücher und Dystopien lese, liest sie lieber historische Romane. Von ihr habe ich mir auch mein aktuelles Buch ausgeliehen.  
Ansonsten gibt es eigentlich niemanden in meiner Familie oder Freundeskreis, der genauso gerne und viel liest wie ich.