Rezension: „Drei nach Norden“ – Florian Beckerhoff

Rezension: „Drei nach Norden“ – Florian Beckerhoff

Mitten in der Nacht fassen Greta, Cassady und der „Halbe Belgier“ den Entschluss, nach Schweden zu reisen. Der Grund ist eine geheimnisvolle Kiste, die an die zwei Menschen adressiert ist, bei denen die Schwedin Greta die glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht hat. Was ganz harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einem rasanten Roadtrip: Plötzlich geht es um die Sicherheit des schwedischen Königs, Elvis Presley schwingt die Hüfte, und ein einbeiniger Rennfahrer sorgt für Aufregung. Und dazu fließt viel Bier im nordischen Sommer.

Ich begeistere mich ja sehr für Schweden und lerne sogar aktiv schwedisch – daher hat mich das Buch sofort angesprochen und ich habe mich sehr darauf gefreut. Leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen.

Zu den Charakteren konnte ich während des gesamten Romans keinen richtigen Zugang finden. Die Bezeichnungen „Die Madame“ für Greta und „Der Schnurrbärtige“ für Cassady – der richtige Name des Halben Belgiers wurde gar nicht erst genannt, glaube ich – haben das nicht besser gemacht. Ich konnte mit diesen Ausdrücken nicht viel anfangen und stolperte beim Lesen immer darüber.

Die Handlung an sich ist auch etwas anders, als ich erwartet hatte. Meiner Meinung nach war der Alkohol- und Zigarettenkonsum ein wenig zu viel des Guten. Und auch der Sex kam nicht zu kurz. Darüber hinaus gibt es immer mal wieder ziemliche Sprünge: Von oberflächlich bis zu ernst und tiefsinnig. Diese Wechsel waren für mich nicht immer ganz nachvollziehbar und so fiel es mir schwer, der Handlung zu folgen. Ich ertappte mich immer mal wieder dabei, wie meine Gedanken abschweiften…

Meinem Humor hat das Buch leider nicht entsprochen, so leid es mir tut. Aber jeder hat nun mal einen anderen Humor. Ich will also auf gar keinen Fall sagen, dass das Buch schlecht ist, nein. Es hat nur einfach nicht meinen Geschmack getroffen. 

Ich vergebe 2 von 5 Punkten.


Kommentare:

  1. Ich lese ganz gerne hin und wieder auch mal einen humoristischen Roman, aber ich glaube, nachdem was du geschrieben hast, würde das auch nicht so ganz meinen Humor treffen. So viel Alkohol, Zigaretten und Sex klingt mir doch sehr übertrieben.^^ Und lese ich Schweden und Roadtrip erinnert mich das ziemlich an den Hundertjährigen, der mir doch zu gut gefallen hat, als dass ihn ein anderes Roadtrip-Buch das Wasser reichen könnte. ;-P

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    1. Ja, generell lese ich auch ab und zu ganz gerne humoristische Bücher, aber das hier war einfach nicht meins...

      Stimmt, jetzt wo du es sagst, fällt mir die Ähnlichkeit mit dem Hundertjährigen auch auf... hab ich vorher gar nicht drüber nachgedacht :P

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  2. Für mich war es leider auch eine herbe Enttäuschung. Der Klappentext klang so toll, aber dann ging es mir wie dir. Ich bin zu keinem Zeitpunkt in die Geschichte eingetaucht und fühlte mich irgendwie fremd.

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