Lesemarathon zur Leipziger Buchmesse

Ich habe mich gerade spontan dazu entschlossen, zum ersten Mal an einem Lesemarathon teilzunehmen. Anlass ist natürlich die Leipziger Buchmesse. Veranstaltet wird er von Henrik von zuende gelesen und von Fraencis Daencis.


Jeden Tag wird es ein anderes Tagesthema geben. 

- Donnerstag: Spannende Bücher
- Freitag: Israel (Gastland auf der Leipziger Buchmesse)
- Samstag: Neuerscheinungen & Lesenacht
- Sonntag: Wer die Wahl hat, hat die Qual

Ich kann mir ehrlich gesagt noch nicht so viel darunter vorstellen, da ich noch nie bei einer Aktion wie dieser teilgenommen habe. Aber ich lasse mich einfach mal überraschen und freue mich auf die kommenden Tage. :)

Rezension: „Umweg nach Hause“ – Jonathan Evison

Rezension: „Umweg nach Hause“ – Jonathan Evison 

Ben hat einen schrecklichen Schicksalsschlag hinter sich und besitzt keinen Penny mehr, als er die Pflege von Trev übernimmt, der unter Muskelschwund leidet und im Rollstuhl sitzt. Sie meistern gemeinsam den Alltag, bis Ben und Trev beschließen, Trevs Vater Bob zu besuchen, welcher ein hoffnungsloser Tollpatsch ist und direkt nach der Diagnose das Weite suchte. So beginnt die Reise im Auto von Washington State nach Salt Lake City. Auf dem Weg nehmen sie die Anhalterin Dot mit und kommen an den verrücktesten Sehenswürdigkeiten vorbei. Sie gabeln eine reifen-wechselnde Schwangere auf, werden von einem Auto verfolgt, in dem ganz jemand anderes sitzt als vermutet, und lernen schließlich, dass man sich irgendwann seinen Problemen stellen muss.

Dieses Buch hat mich sehr berührt. ♥

Die Charaktere sind toll, es gibt witzige Dialoge und skurrile Situationen. Nichtsdestotrotz ist dies kein Buch, bei dem ich laut loslachen musste, sondern die Komik war eher versteckt, was ich aber sehr gerne mag. Außerdem gibt es auch viele traurige Momente, da Bens Geschichte mithilfe von Rückblenden immer weiter aufgedeckt wird und dabei ein tragisches Erlebnis zum Vorschein kommt.
Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen, da man so vor allem den Protagonisten Ben sehr gut kennenlernen konnte und außerdem immer ein Stückchen Spannung erhalten blieb, da in jeder Rückblende immer nur ein Teil der Vergangenheit offenbart wurde. Dies fand ich sehr raffiniert gemacht.

Der Schreibstil und der Mix aus Humor und Tiefgang konnten mich komplett überzeugen. Der Autor hat authentische Charaktere erschaffen, mit denen man wunderbar mitfühlen und in die man sich gut hineinversetzen kann.

Daher vergebe ich natürlich 5 von 5 Punkten.


Gemeinsam lesen #18

Jeden Dienstag lesen wir gemeinsam, immer abwechselnd bei Weltenwanderer oder Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?  
Ich lese gerade „Lover gesucht“ von Desiree Marten und bin bei 80%.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Der nächste Tag schleppte sich träge dahin.
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)
Naja.. bisher haut mich das Buch noch nicht so vom Hocker. Habe es mir einfach mal als kostenloses eBook runtergeladen und so für zwischendrin ist das Buch auch ganz nett. Ich denke, es wird mir aber nicht lange in Erinnerung bleiben.
 
4.Welcher Charakter aus deinem aktuellen Buch ist dir am sympathischsten? Was würdest du gerne mit ihm/ihr unternehmen, wenn du ihn/sie treffen könntest?
Ehrlich gesagt, bin ich mit keinem von ihnen auf einer Wellenlänge. Die Protagonistin sucht sich einen Liebhaber, weil ihre Ehe den Bach runtergeht. Dabei lernt sie ständig zig neue Männer kennen, zu denen ich auch keinen richtigen Draht finde. Der Ehemann ist ein ziemlicher Waschlappen und die Freundinnen und Töchter der Protagonistin lernt man als Leser nicht gut genug kennen, um sie sympathisch zu finden. Daher kann ich die Frage nicht wirklich beantworten. :D

Rezension: „Eiskalter Plan“ – Astrid Korten

Rezension: „Eiskalter Plan“ – Astrid Korten

Alma will ihren Mann loswerden. Sie fühlt sich von Beruf und Familie erdrückt und sucht in einem Chatroom nach Gleichgesinnten. Vier Frauen, ein gemeinsamer Nenner: Wut. Doch dann geschieht ein heimtückischer Mord, der wie ein Albtraum auf Almas Brust lastet. Alma bemerkt allmählich, dass sie sich in einem perfiden Rachespiel befindet, doch da ist es schon zu spät.

„Was wir taten, war unvorstellbar.“

Ein wirklich ungewöhnliches Buch. Mehr als nur einmal habe ich mich während dem Lesen gefragt: Das passiert doch jetzt nicht wirklich, oder? Obwohl manche Szenen auf den ersten Blick konstruiert und abwegig schienen, verlor das Buch dadurch nicht an Authentizität. Die Handlungen der Frauen wirkten auf mich manchmal so absurd, aber man konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen und wollte trotzdem immer wissen, wie es weitergeht. Dass man sich mit keiner der Frauen identifizieren kann, ist ebenfalls nicht schlimm. Man hat dadurch zwar eine gewisse Distanz zur Handlung, aber meiner Meinung nach braucht man die auch, damit man das Ganze objektiv betrachten kann.

Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, ebenso die Wechsel der Perspektiven. Hauptsächlich erfährt man die Gedanken und Gefühle zwar von Alma, aber ab und zu werden die Geschehnisse auch aus der Sicht von anderen Personen dargestellt. Außerdem gibt es zwischendurch immer mal wieder Tagebucheinträge. Dieser Bruch zu dem Rest sorgt für Abwechslung und kurzweilige Unterhaltung.

Abschließend kann ich nur sagen: Nichts ist so wie es scheint!

Thriller-Fans werden mit Sicherheit Freude an diesem Buch haben. 
Ich vergebe 4 von 5 Punkten.